Andachtstext der Ostern-Meditation 2020 (Pfarrer Jochen Zimmermann)


 

  Du hast mein Klagelied in einen Freudentanz verwandelt,
mir statt des Trauerkleids ein Festgewand gegeben. (aus Psalm30)

Das Unten ist vorbei. Die Nacht ist vorbei.
Endlich ist das Leben wieder da, das Leben hat mich und uns wieder.
Das ist Ostern, Auferstehung zum Leben! Wie kommts zur Verwandlung? Ohne dass wir etwas dafür können…
Es verwandelt sich in uns, Gott verwandelt in uns, Gott verwandelt sich in uns. Wie der Frühling ohne uns kommt.
Aus dem langsamen, gebückten, schwankenden Gehen wird ein Freudentanz, überschwänglich, ausgelassen, sprühend-
Aus der ernsten Stimmung, die uns in Grau hüllt, aus der schattigen Mine, den Trauerfalten,
den müden Augen wird aufsteigende Freude wie ein Festanzug, ein glitzerndes Kleid, strahlendes Gesicht, leuchtendes Lachen, wache Augen.
Wie aus einer langen, zähen, angespannten Nacht, ein neuer Morgen aufschwingt, flügelschlagend… ein neuer Tag beginnt seinen Gesang… über ein neues Leben…
Das alte Lied wird ganz neu gesungen! Ostern ist Verwandlung… wir haben es nicht ganz. So wie wir rausschauen aus unseren Wohnungen:
Draußen - lockender Frühling, und doch wissen wir um die Gefahr der Ansteckung, der Krankheit.
Das Alte bleibt, wir springen nicht aus unserem Körper, die Nacht ist noch da, auch der Schmerz, und doch in uns, in uns allen… ist die Kraft der Verwandlung…
Das Erleben der Verwandlung ist in uns allen, Angst, Gefahr, Krankheit und Tod können ihm nichts anhaben, niemals.
Gott behüte diesen Kern, diese Kraft in uns!

Amen

 

 



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